Die Kinder von heute sind die Entscheider von morgen. Genau aus diesem Grund ist es nicht nur löblich, sondern geradezu wichtig, dass der Jugendbeirat die Entwicklung Stadt maßgeblich mitgestaltet. Trotz ihrer Hingabe mangelt es jedoch immer wieder an der gebührenden Wertschätzung – von der Erwachsenenwelt. Nicht selten werden die Heranwachsenden belächelt und nicht für Ernst genommen, „da ihnen der Einblick in die Materie fehlt“, so der vielfache Tenor. Dabei handelt es sich bei dem Jugendbeirat doch um ein offizielles Gremium der Stadt. Umso verwerflicher ist der Fakt, dass der neue Rat noch immer nicht formell – von der Stadtverordnetenversammlung – bestellt wurde. Während die aktuelle Legislaturperiode des Stadtparlaments mittlerweile gut ein halbes Jahr alt ist, arbeitet der Jugendbeirat bislang halb-offiziell. Wirklich kein schöner Umstand, der den Elan der Jugendlichen glücklicherweise nicht schmälert. Stattdessen werden die Köpfe zusammengesteckt und Projekte für die Zukunft oder vielmehr für 2020 erarbeitet. Alles zum Wohle der Stadt und seiner Bürger, damit Spremberg auch weiterhin seine Attraktivität für die Jugend behält und die Einwohnerzahl nicht weiter sinkt. Aus diesem Grund sind nun die Stadtparlamentarier in „Zugzwang“, um den Jugendbeirat schnellstmöglich und somit offiziell zu bestätigen. Sozusagen als klares Bekenntnis zum Rat der Jugendlichen und somit als Zeichen der Wertschätzung, den die jungen Leute können weitaus mehr, als nur auf ihr Smartphone zu starren und zu nörgeln.