Die neue Freiluftausstellung „30 Orte 30 Bilder“ lädt nicht nur zu einer Zeitreise in die touristisch schon sehr bekannte Altstadt von Lübbenau ein. Die meisten Erinnerungstafeln mit den historischen Fotos werden in der Neustadt aufgestellt, wo der Stadtumbau in den vergangenen 30 Jahren deutlicher Spuren hinterlassen hat. Die Hoffnung ist wohl berechtigt – eine gute Vermarktung der Ausstellung vorausgesetzt – dass damit auch dieser Lübbenauer Stadtteil für Besucher interessant wird und zur Erkundung einlädt. Beispielsweise könnten Lübbenau-Gäste vom neuen Hotel Spreewelten aus zum Rundgang starten. Denn Bild-Ort Nummer 27 der Freiluftausstellung ist das Spreeweltenbad, einst das Freibad von Lübbenau.

Die einzelnen Exponate abzugehen oder mit dem Fahrrad abzufahren, dürfte für jeden Geschichtsinteressierten packend sein. Das Ausstellungskonzept, Text und Foto mit geschichtsträchtigen Orten zu verbinden, Historie im öffentlichen zu visualisieren, überzeugt. Man kann sich erinnert fühlen an die Stolpersteine, die im Gedenken an deportierte und ermordete jüdische Mitbürger auch in Lübbenau verlegt worden sind. Auch hier gibt es diese Verbindung von Exponat und Ort. Allerdings hat die neue Lübbenauer Freiluftausstellung einen erfreulichen Anlass, nämlich 30 Jahre gelungene Stadtentwicklung in der Spreewaldstadt. Das ist allemal vorzeigbar.