Was lange währt wird gut, so sagt man. Die Gießmannsdorfer kämpfen für einen Radweg an der stark befahrenen Bundesstraße 96 seit mehr als zehn Jahren. Vor zwei Jahren galt der Baustart schon einmal als sicher. Bis Proteste von den Nachbarn aus Wierigsdorf gegen einen einseitigen Rad- und Gehweg in ihrer Ortslage sowie Sicherheitsbedenken beim Brandenburgischen Landesbetrieb für Straßenwesen das Vorhaben stoppten. Für viele war das damals ein großer Aufreger.

Jetzt ist eine neue Lösung gefunden. Die eineinhalb Meter breiten Rad-Schutzstreifen beidseitig auf der Fahrbahn sind gewöhnungsbedürftig. Ein Grund: Sie können von Lastern bei Gegenverkehr zum Ausweich genutzt werden, wobei aber der Radler immer Vorrang hat. Laut Landesbetrieb haben sich die Streifen andernorts gut bewährt. Darauf vertraut man jetzt auch in hiesiger Region. Das Wichtigste aber: Die neue Trasse wird an den bestehenden Radweg zwischen Wierigsdorf und Luckau anbinden. So können die Gießmannsdorfer künftig auf dem Drahtesel sicher bis in die Kernstadt gelangen. Die Kinder beispielsweise, wenn sie im Sommer ins Freibad wollen. Der neue Radweg wird Luckau und seine Ortsteile wieder ein Stück näher zusammenrücken lassen.