Das Robert-Koch-Institut stellt fest, dass Schulen bei Coronainfektionen kaum eine Rolle spielten. Trotzdem ist Vorsicht angebracht. Dies zeigen Infektionsfälle an Schulen in Brandenburg. Regelbetrieb heißt nicht Normalität, so lange wirksame Medikamente und Imfpungen fehlen: Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte können Coronaviren mitbringen oder ihnen ausgesetzt sein.
Menschen mit höherem Infektionsrisiko gibt es überall. Sie bleiben auf die Corona-Regeln angewiesen. Schulträger müssen daher Abstand, Desinfektion und Masken tragen durchsetzen – bei Eltern, Schülern sowie Mitarbeitern.
Bei einem Corona-Ausbruch sind Schnelltests und Quarantäne von Kranken und Kontaktpersonen gefragt, wie an einer Grundschule in Lübbenau. Nur dann kann der Bildungsbetrieb weiterlaufen. Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) hat recht, wenn sie das als Ziel ausgibt. Alle Kinder und Jugendlichen brauchen Schulbildung. Zeitweiliges Lernen zu Hause auf Online-Plattformen ist dabei das kleinere Übel.

Brandenburgs Schulen haben Mängel bei der Digitalisierung

Dass die Digitalisierung der Schulen dafür nicht ausreicht, ist Brandenburg im Bildungsmonitor 2020 bescheinigt worden. Jede Schülerin, jeder Schüler braucht Zugang zu Computern mit Internetanschluss. Bei beidem ist die Landesregierung gefordert.
Steigen die Infektionszahlen wie wieder, wird fraglich, ob es bei freiwilligen Corona-Tests oder wie in Brandenburg der Maskenpflicht ohne Bußgeld bleiben kann. Denn mit Corona ist noch nichts normal – weder in Schulen und Kitas, noch beim Einkaufen, im Bus, auf der Arbeit oder privat.