Ja, Deutschland war schon mal besser vorbereitet auf Katastrophen. Das war zu Zeiten des Kalten Krieges, als das Land noch geteilt war und jede Seite von der anderen Ungemach erwartete. Für den Katastrophenfall wollte man vorbereitet sein. Entsprechend standen Signalsysteme und Schutzmechanismen bereit und wurden in Schuss gehalten.
Dann kam die Wende und das von manchen herbeigeredete „Ende der Geschichte“. Eine Friedenszeit sollte es werden. Signalanlagen wurden abgebaut, Katastrophenschutzbehörden aufgelöst.
Nur, der ewige Friede, der blieb aus. Stattdessen kamen 9/11, Cyber- und Terrorbedrohungen, Wetterextreme und mehr.
Inzwischen hat Deutschland wieder ein Bundesamt für Katastrophenhilfe, das Vorbereitungen für Ernstfälle welcher Art auch immer trifft. Und auch Alarmierungssysteme sind wieder in Betrieb. Allerdings weiß niemand, ob diese im nötigen Fall auch alle funktionieren. Und was ist eigentlich mit uns? Sind wir vorbereitet? Wissen wir, was zu tun ist, wenn die die Sirene heult? Oder das Handy?
Keine Sorge, Sie müssen nicht mit angezogenen Knien unter den Tisch klettern. Wenn am 10. September Alarm ausgelöst wird, ist das nur eine Übung. Eine Übung allerdings, die uns vergegenwärtigt: So friedlich, wie wir gehofft hatten, ist das 21. Jahrhundert nicht geworden, vielleicht noch nicht.