Streit ums Bürgerhaus sind wir Spremberger gewöhnt. Gestritten wurde zu den Vorschlägen im Architektenwettbewerb, um die Kunst am Vorgänger AWH, zum Pfusch am Bau und vor allem um die Kosten. Spielte in den Vergleichen mit dem Anwalt des Architekturbüros Schmerzensgeld eine Rolle? Streiten kann richtig weh tun. Raus mit den Ideen und mit der Enttäuschung darüber, dass die anderen nicht verstehen wollen. Für einige Zuschauer war es ein Theaterstück, für die angehenden Schiedsfrauen, die nach ihrer Vorstellungsrunde gespannt sitzen blieben, sogar ein Lehrstück. Dass Eberhard Brünsch eine Beleidigung herausrutschte, war nicht hinzunehmen. Dass er dafür gerügt wurde, dauerte allerdings. Ich wünsche Brünsch, dass er die Entschuldigung gegenüber Stobinski noch schafft. Auch die Reiningers, Bränzels und Stobinskis haben das sachliche Streiten erst lernen müssen. Aber es lohnt sich. Streiten ist gesund, wenn es die Sache voranbringt. Sollte der Bürgergarten die Sanierung und nächsten Streitereien ums Bürgerhaus überstehen, wünsche ich mir neben dem Bergbau-Denkmal eine kleine Skulptur „Streithähne“. In memoriam der vielen Debatten.