Wenn es um Leben und Tod geht, müssen gerade Feuerwehrleute schnell handeln. Da bleibt ihnen meist keine Zeit, lange zu rätseln und zu diskutieren. Und deshalb fahren sie in der Regel auch mit einem ziemlich großen Aufgebot aus ihrer Wache, wenn der Brand eines Wohnhauses oder gar eines Mehrfamilienhauses gemeldet wird. Es sind nicht nur die Flammen, sondern vor allem das tödliche Rauchgas, das den Rettern keine Zeit zum Abwägen lässt.
Ärgerlich, wenn sich der vermeintliche Großbrand dann nur als ein Fall für den Hausmeister entpuppt, weil die Batterien eines Rauchmelders schlappmachen oder die Technik eine Störung meldet.
Und das ist nicht nur ärgerlich, sondern auch gefährlich. Im Extremfall kann so ein Fehlalarm dann durchaus Menschenleben kosten. Oft gehen nämlich auch Rettungssanitäter-Teams mit auf Tour, wenn beispielsweise ein Wohnblock betroffen ist. Sie stehen dann natürlich in diesem Moment nicht zur Verfügung, wenn beispielsweise ein Infarkt- oder Schlaganfallpatient ihre Hilfe dringend braucht.
Es kann daher sogar lebensrettend sein, sich einmal einen Augenblick mit der Rauchmelder-Technik in seinem Haus zu befassen. DIN-gerechte Rauchmelder geben nämlich festgeschriebene Signaltöne ab, auch wenn sie defekt sind oder ihre Langzeitbatterie den Geist aufgibt. Nicht überall, wo ein Rauchmelder ab und zu piept brennt es zwangsläufig auch.
Wer sich am Ende aber unsicher ist, sollte im Zweifel aber natürlich trotzdem den Feuerwehrnotruf 112 wählen, wenn er das Signal nicht zuordnen kann.