Der Fußballrasen auf dem Dahmer Sportplatz ist gepflegt, doch die Laufbahn ein Bild des Jammers. Und auch die weiteren Leichtathletik-Anlagen sind nicht gerade chic. Kids, deren einziger Sport oft Fingerübungen auf dem Smartphone sind, wird man so nicht nach draußen locken. Ihnen fehlt das Erleben, wie viel Spaß es machen kann, gegen Freunde um die Wette zu rennen, im Weitsprung besser als der Kumpel zu sein. Wo, wenn nicht im Schulsport, in Arbeitsgemeinschaften sollen sie es lernen? Die Zustände zu bedauern ist eine Seite. Die andere: Wenn sich daran etwas ändern soll, muss sich mehr dafür tun. Wieder Leichtathletik im Sportverein, das klingt gut. Realistisch scheint es nicht, solange Sportanlagen vor sich hindümpeln. Es macht Sinn und ist sogar die Pflicht der Politik, über Aufwand und Nutzen einer Sanierung nachzudenken. Schließlich geht es um das Steuergeld der Bürger. Andererseits lässt sich ein Nutzen nicht ausschließlich finanziell bemessen. Luckaus Bürgermeister Gerald Lehmann sagte es in Bezug auf die zu kleine Turnhalle der Luckauer Grundschule so: „Wir können nicht die Unbeweglichkeit der Kinder beklagen, solange sie sich auf 400 Quadratmetern drängeln müssen.“ Oder eben: Solange sie für einen Staffellauf Ackerstiefel brauchen.