Ein Satz, ob ausgesprochen oder nicht, sollte nicht der Grund dafür sein, dass die größtenteils erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den Mieterinteressenvertretern und der Geschäftsführung der Wohnungsgesellschaft ein so plötzliches Ende findet.

Muss es vielleicht auch nicht. Von außen betrachtet scheint die Situation nicht komplett ausweglos. Kompromisse sind vonnöten, um die Gräben zwischen den krass unterschiedlichen Ansprüchen wieder zuzuschütten. Wichtig ist, dass bestimmte Geschäftsbereiche getrennt betrachtet werden müssen. Das ist nun einmal so. Da waren die Interessenvertreter in den Vorjahren wohl auch etwas verwöhnt.

Und vielleicht täte auch den Mieterinteressenvertretern frischer Wind in den eigenen Reihen gut. Um noch mal neu anzufangen. Für das, worum es im Kern gehen muss: Als Vertretung von 2400 Mieterparteien schnelle Hilfe bei Problem rund um die Wohnungen zu leisten, den einen oder anderen Ausflug zu unternehmen und bei einer gemeinsamen Weihnachtsfeier im Jahr 2020 nicht an die ausgefallene Party im Vorjahr zu denken, sondern nach vorne zu blicken.

In unserer digitalisierten Gesellschaft bleiben gemeinsame Erlebnisse viel zu oft auf der Strecke. Also raus aus der Blase und ran an einen gemeinsamen Tisch. Dann klappt’s auch mit den Nachbarn.

Finsterwalde