Es gibt Wichtigeres als Sport. Aber: Es wird (irgendwann) auch wieder ein Leben nach dem Virus geben, in dem der Sport seine Bedeutung als Alltagsventil, Integrationsbeschleuniger und Unterhaltungsinstrument zurückerlangen wird. Und die Frage ist: Was machen wir bis dahin mit unseren Wettbewerben? Pausieren oder einstellen? Kein Funktionär ist um diese Entscheidung zu beneiden. Eines dürfte aber klar sein: Bei Saison­abbrüchen kann es kaum gerechte Lösungen geben.

Weil man 1.) einem Tabellenführer mit 15 Punkten Vorsprung nicht die Saison seines Lebens klauen darf und ihn 2.) aber auch nicht aufsteigen lassen sollte, solange er rechnerisch noch eingeholt werden kann. Das gilt für die Bundesliga wie für den Kreispokal. Eine Saison, die schon so viele Tore und Punkte, so viele Schweißperlen und Tränen, so viele Emotionen und Geschichten produziert hat, vorzeitig zu annullieren, für immer aus den Geschichtsbüchern zu streichen und verdiente Tabellenführer oder Pokal-Halbfinalisten letztlich zu ungekrönten Verlierern zu machen, fühlt sich falsch an.

Womöglich sollte man die Ligen nach der Pause einfach zu Ende spielen und eher prüfen, ob man in nachfolgende Spieljahre eingreifen und jene modifizieren kann – denn dort wurden noch keine Leistungen erbracht.

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