Nicht schön, aber dafür schnell, ist im Fall der Toilette für den Lübbener Hauptfriedhof die richtige Entscheidung. Denn Diskussion und Planung für dieses stille Örtchen dauert eigentlich schon viel zu lange. Schon 2011 hatte sich ein Trauergast an die Rundschau gewandt und auf die aus seiner Sicht „beschämende“ Situation aufmerksam gemacht. Damals schob die Stadtverwaltung das Problem von sich, mit der Begründung, dass dann auf allen städtischen Friedhöfen Toiletten eingerichtet werden müssten.
Im Sommer vergangenen Jahr begann die Stadtverwaltung dem Toilettenproblem Aufmerksamkeit zu widmen. Oberste Priorität hatte es nicht, den genossen verständlicherweise der Anbau der Liuba-Grundschule und die Kita in Treppendorf. Erst ein neuer Mitarbeiter in der Bauverwaltung fand im Herbst dieses Jahres Zeit, um eine Lösung für die unabhängig von den Öffnungszeiten der Verwaltung nutzbare Friedhofstoilette zu erarbeiten. Gelohnt hat sich das Warten jedenfalls. Beide Varianten sind schlüssig. Positiv stimmt auch, dass die Stadtverordneten im Bauausschuss der schnell – wenn auch provisorischen – Lösung den Vorrang geben. Bald brauchen sich Trauergäste, zumindest im Fall eines dringenden Bedürfnisses, in Lübben keine Sorgen mehr machen.