In Calaus Stadtpolitik rumort es. Dem Sohn des Bürgermeisters, Benjamin Suchner, wurde das Mandat in der Stadtverordnetenversammlung aberkannt. Suchner ist beruflich viel in Berlin unterwegs, weshalb er unter der Woche kaum in die Calauer Ausschusssitzungen gehen kann. Das wirft ihm die CDU vor, denn Suchners Hauptwohnsitz ist eigentlich Calau. Wie also Politik in seinem Heimatstädtchen aktiv mitbestimmen, wenn der regelmäßige Aufenthaltsort nicht die Witzestadt ist?

Und dennoch erweckt der Antrag der CDU für die Aufnahme eines Überprüfungsverfahrens den Anschein, dass es eben doch um die Person Suchner, und nicht um die Sache geht. Hätte es den Antrag auch gegeben, wenn es sich nicht um den Sohn des Bürgermeisters handeln würde? Mal ganz zu schweigen, welch hoher Verwaltungsaufwand nun nötig ist. Ausschüsse müssen neu besetzt werden, es kommt zu Änderungen bei der Sitzverteilung in der Stadtverordnetenversammlung, zur Neubesetzung des Aufsichtsrates der WBC und zur Entsendung von Vertretern für die Verbandsversammlung des WAC. Völlig irrsinnig wird es, wenn man bedenkt, dass Suchner auch noch Einspruch einlegen kann. Dann gäbe es nach der Stadtverordnetenversammlung Ende Januar die komplette Rolle rückwärts. In diesem kommunalpolitischen Machtspiel gibt es keine Gewinner.

Parlament wird umgekrempelt Paukenschlag in der Calauer Stadtpolitik

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