Es ist wahrlich nichts Besonderes – ein kurzer Auftritt der Neißestadt bei einem der regionalen Sender der ARD. Trotzdem fühlt es sich gut an, nicht ständig selbst von den Vorzügen der Doppelstadt berichten zu müssen, sondern auch einmal Fremde genau diese erkennen zu lassen. Auch dann, wenn es mal so gar nicht um Politik geht, das Rathaus bloß als Ausstellungsraum dargestellt wird, der Beitrag nicht – wie der beim Inforadio – an der Grenze zu Polen stoppt. Insofern war es eine gute Entscheidung des Filmteams, Andreas Peter und vielmehr noch Piepsi in den Vordergrund des Besuchs in Guben und Gubin zu stellen. Vor wenigen Tagen noch titelte die Rundschau, Guben kämpfe um sein Image. Zuvor hatte es zwei Angriffe auf Ausländer im Stadtgebiet gegeben – das wiederum hatte für überregionales Medienecho gesorgt. Da tut es eben auch mal gut, wenn es für ein paar Minuten um eine Kirchenmaus geht. Die weiß nämlich am besten, was Guben so alles drauf hat.