Es bröckelt und bröckelt und bröckelt. Politische Unterstützung für den Umzug des Wissenschaftsministeriums nach Cottbus hat Dietmar Woidke mittlerweile wohl nur noch in der Staatskanzlei. Nach dem Kompromiss in der eigenen Partei machen nun auch die Linken einen Rückzieher.

Für das Land Brandenburg ist das eine Blamage. Der Ministerpräsident schafft es nicht einmal, die eigenen Reihen geschlossen hinter sich zu halten. Das kleine Einmaleins des Regierungshandelns: In der Staatskanzlei in Potsdam muss man es neu lernen. Und das ist bitter, angesichts der Tatsache, dass in Berlin noch immer über die Strukturwandelmilliarden verhandelt wird. Wer soll denn da die Brandenburger Delegation eigentlich noch ernst nehmen?

So wichtig es ist, dass Landesbehörden über das ganze Land verteilt werden: Es wäre besser gewesen, hätte Woidke seine Idee vom Umzug eines Ministeriums von Anfang an in der Schreibtischschublade gelassen. Denn das öffentliche Bauen von Luftschlössern schadet am Ende nur der Lausitz. politik@lr-online.de