Wenn am Freitag ein großer Teil der Restaurants, Cafés und Kneipen in Brandenburg und Sachsen wieder öffnen darf, ist das für viele sicher eine lang herbeigesehnte Rückkehr zu ein bisschen mehr alter Normalität. Doch für die Unternehmen aus dem Lausitzer Gastgewerbe – sehr oft auch Kleinst- und Familienbetriebe – ist absolut nichts mehr beim Alten.
Der langen Schließzeit mit meist null Umsätzen folgt jetzt die Öffnung unter neuen Auflagen. Strenge Hygienevorschriften, die teuer sind, und natürlich die Abstandsgebote sind strikt einzuhalten. In manchem Restaurant werden nach dem Ausmessen wohl nur noch halb so viele Gäste Platz finden und für Umsatz sorgen können wie vorher.
Klar also, wenn die Branche weit davon entfernt ist, ihre Sorgen und Existenzängste ad acta legen zu können. Zumal im Spreewald oder im Lausitzer Seenland auch die Touristen und damit eine wichtige Gaststättenkundschaft zunächst noch ausbleiben wird.
Dass die Branchenverbände nach einem Rettungsfonds rufen, der den Betrieben auch in den kommenden Monaten mit Finanzhilfen aus der Misere hilft, ist freilich legitim. Ob das aber so eintritt, ist völlig unklar. Zu viele Rettungsschirme werden momentan gefordert.
Also sollten wir Lausitzer jetzt selbst den Gastwirten unter die Arme greifen. Gehen Sie mit Ihrem Hausstand und dann noch mal mit einem zweiten ins Lokal und lassen Sie sich verwöhnen. Das ist gut für Ihre Seele und für das Überleben eines wichtigen Gewerbes.