Was ich der „Heeme fehlste!“-Crew wünsche, sind mehr Spremberger, die sie unterstützen und ihnen freundlich begegnen. Es ist nicht einfach, in Spremberg anzukommen. Dass man keinen „Stallgeruch“ hat, wird einem hier nicht nur aufs Butterbrot geschmiert, sondern auch von hinten durch die Brust auf die Unterseite der Brotscheibe. Mein Start in Spremberg ist 21 Jahre her. Was mir damals half, waren wunderbare Vermieter, ein Job, der mich viel herum kommen lässt, und ein Vater, der Spremberg zufällig schon kannte, weil er hier Panzer gefahren ist und beim Wachestehen unweit der Bahngleise auch an „Heeme“ gedacht hat. Heeme sagen wir auch in Sachsen-Anhalt, wo jetzt der „Heele-Christ-Markt“ steht. Bin ich in Spremberg geblieben, um dem Kind, einem echten Spremberger, die Heimat zu lassen? Als er geboren wurde, lernte ich Kinderwagen schiebend die Natur kennen, die für mich so wichtig für ein Heimatgefühl ist. Und ich begann, Freunde in Spremberg zu finden. Viele von ihnen sächseln. Nein, wir suchen nicht zum erstenmal Fachkräfte. Und – nur ein Beispiel – in meiner Geburtsstadt läuft am 27. Dezember unterm Motto „Daheinsein“ eine Rückkehrermesse. Also sollten wir uns schön festhalten – Spremberger mit und ohne „Stallgeruch“.