Viele Stunden Arbeit haben etwa Besitzer historischer Altstadthäuser investiert, teilweise Urlaub genommen, um ihre Höfe für Einkehrer weihnachtlich zu schmücken. Jeder lässt sich zur Unterhaltung etwas einfallen. In leere Läden zieht für einen Tag wieder Leben ein. So kann man dort beispielsweise Holzgestaltern oder Strickerinnen über die Schulter schauen. Neben den Büdchen auf dem Markt mit Offerten von Fisch bis Keramik lockt der Töpfermarkt ebenfalls mit romantischem Budenzauber. Plätzchen, Glühwein, Tee - Geschäftsleute wollen zudem die Besucher mit netten Ideen in ihren offenen Läden willkommen heißen. Vom Märchen, das Große auf der Marktbühne für Kleine spielen, über das Singen von Weihnachtsliedern bis zur Weihnachtsrevue des Tanzstudios 77 ist das Kulturprogramm auf die besinnliche Zeit des Jahres abgestimmt. Der Weihnachtsmann kommt natürlich auch - aber in Luckau nicht irgendwie. Nach alter Tradition wird er aus luftiger Höhe vom Roten Turm zu den Kindern hinabsteigen.

Die Fäden für die Organisation laufen beim Gewerbeverein „Wir sind Luckau“ zusammen, in dessen „Spinnstube“ viele der kreativen Ideen geboren wurden. Beim Luckauer Weihnachtsmarkt stehen nicht blinkender Kommerz, grelle Rabattaktionen im Vordergrund. Vielleicht ja gerade deshalb aber könnte das Anliegen der Macher aufgehen, Menschen auf diese charmante Stadt und ihre Angebote neugierig zu machen.