Schon einmal ist auf politische Fragen, die die Schule in Krauschwitz aufwirft, hingewiesen worden: 255 Schüler lernen derzeit an der Scholl-Oberschule. Zwei Drittel der Jugendlichen kommen aus Nachbargemeinden. Für die Finanzierung und Unterhaltung der Schule aber bleibt nur Krauschwitz verantwortlich. In Sachsen wird ein solches Problem sehr unterschiedlich gehandhabt: Während anderswo im Freistaat die Schulen bei klammen Gemeindekassen in Trägerschaft des Kreises übergehen, werden im Kreis Görlitz die Kommunen damit allein gelassen.

Dabei, so ließe sich argumentieren, wäre eine Finanzierung der Schule über die Kreisumlage insofern gerecht, als dass sie nicht nur von einer Kommune unterhalten wird. Eine einheitliche Regelung gibt es in Sachsen nicht. Eine Änderung sieht der veröffentlichte Vorschlag für den Koalitionsvertrag zwischen CDU, Grünen und SPD ebenfalls nicht vor. Stattdessen heißt es beim Schulhausbau im Vertrag: „Städte mit hohem Kinderzuwachs unterstützen wir mit mehrjährigen, bedarfsgerechten Investitionspauschalen.“ Und das trifft auf den ländlichen Raum nicht zu. Dabei wurde noch im August vor der Wahl mit die Stärkung des ländlichen Raumes proklamiert. Wie dem auch sei: Die Frage bleibt unbeantwortet.