Rechtslage hin oder her: Die massiven Probleme des frühen und großflächigen Braunkohleabbaus in der Lausitz holen Menschen und Politik gleichermaßen ein. Denn die Natur hält sich nicht an den Einigungsvertrag, der Betroffene von Bergbaufolgen vor 1945 durch konsequente Nichtregelung deutlich schlechterstellt als die, deren Eigentum unter dem späteren Erbe der Kohleförderung aus DDR-Zeiten und dem aktuellen Bergbau leidet. Deshalb ist es Zeit, das Terrain der juristischen Winkelzüge zu verlassen. Denn die Probleme müssen gelöst werden. Die Bürger haben ein Recht darauf, fair und gleich behandelt zu werden. Das heißt auch, die Verantwortung für Entschädigungen, die nicht mehr aus den wirtschaftlichen Erlösen des noch abzubauenden fossilen Rohstoffes bestritten werden können, muss das Land übernehmen. Ohne weitere bürokratische Hürden aufzutürmen, Betroffenen praktisch Raffgier zulasten der Steuerzahler zu unterstellen und noch lange mit dem Bund zu feilschen. Hier wird nur Kraft vergeudet, die in eine lebenswerte Lausitz besser investiert ist. kathleen.weser@lr-online.de