Eines meiner Lieblingslieder heißt „Das ganze Leben ist ein Zoo“ von Roger Cicero. Aber muss ich diesen Zoo im Büro dulden? Nein. Auch keinen einzelnen Hund. Und das hat mehrere Gründe.

Zum einen mögen Frauchen oder Herrchen tausend Mal betonen, dass Pfiffi ganz still unter dem Schreibtisch Platz nimmt, garantieren können sie es selbstverständlich nicht. Und wenn der Vierbeiner dann mitten im wichtigsten Telefonat des Tages zu bellen anfängt, weil ihm irgendetwas nicht passt, ist der Ärger vorprogrammiert. Gleiches gilt, sollte es beim letzten Gassi-Gang geregnet haben und das Tier entsprechend tropfend und riechend an seinen Platz zurückkehrt. Und welcher Hundebesitzer weiß schon zu
100 Prozent, dass sein Liebling wirklich nur spielen oder nicht vielleicht doch zuschnappen möchte? Das kollegiale Miteinander könnte schnell gefährdet sein.

Zum anderen wäre natürlich auch im Fall von Haustieren die Gleichberechtigung zu wahren. Auch wenn Hundebesitzer gern behaupten, dass ihre Tiere spezieller Aufmerksamkeit bedürfen, sage ich: Ja, auch Katzenliebhaber oder Papageibesitzer können sich um ihre tierischen Mitbewohner Sorgen machen und diese ständig bei sich haben wollen. Der Arbeitgeber wäre verpflichtet, auch ihnen das Recht einzuräumen, Tiere mitzubringen, um den Betriebsfrieden zu sichern. Was das in der Praxis bedeuten würde, kann man sich leicht ausmalen.

Und drittens wäre noch die Frage, was eigentlich mit Menschen ist, die nicht im Büro arbeiten und trotzdem einen Hund haben. Darf der Vierbeiner in dem Fall auch ans Fließband? Oder beim Schwimmmeister an den Beckenrand?

Nein, so leid es mir tut, der Hund gehört nicht an den Arbeitsplatz und damit auch nicht ins Büro. Es gibt Möglichkeiten, wie die Zeit, in der Herrchen oder Frauchen ihrer Arbeit nachgehen, überbrückt werden kann. Dafür gibt es zum Feierabend für den Vierbeiner auch ein Extra-Leckerli. Versprochen!