Klimagipfel in Madrid geht zu Ende wie seine 24 Vorgänger auch. Mit halbherzigen Resolutionen, offenen Fragen und mit immer neuen Rechenmodellen, wie es die Weltgemeinschaft doch noch schaffen will, die Erderwärmung auf ein erträgliches Maß zu reduzieren. Alles oft gehört und oft gelesen. Viele winken ab: Geht mich nichts an, ist weit weg, die da oben entscheiden eh allein und überhaupt: So schlimm wird’s schon nicht werden.

Wird es doch. Die Dürrejahre 2018 und 2019 haben schmerzlich gezeigt, wie labil der Wasserhaushalt in der Region ist. Immer schwieriger wird es, die Speicherbecken zu füllen, die Versorgung von Berlin abzusichern und den Touristen im Seenland und im Spreewald intakte See- und Flusslandschaften zu präsentieren. Mag sein, dass das Thema ermüdet. Weghören sollten wir aber nicht. Die Lausitz ist zu schön, um Dürre und Hitze zum Opfer zu fallen. Dagegen sollten wir etwas unternehmen, solange es noch geht.