Schade eigentlich, dass es nicht ein Unternehmen aus der Lausitz war, das die Idee für große Solarkraftwerke auf dem Wasser entwickelt hat. Trotzdem schreit die Idee nach einer Realisierung in der Energieregion im Umbruch.

Und ehe jetzt gleich manche anfangen, die Horror-Vision zu zeichnen von mit Solarpaneelen zugepflasterten Seen, lohnt es sich die Untersuchungen der Fraunhofer-Wissenschaftler aus Freiburg ruhig ein bisschen genauer anzuschauen. Landschafts- und Naturschutz, touristische Nutzung und regionaler Freizeitspaß müssen mit der Photovoltaik-Idee keineswegs zu kurz kommen. Es kann bei den Überlegungen nicht um das Prinzip gehen „Alles oder nichts“.

Vielmehr könnten sich schwimmende Kraftwerke auf touristisch ungenutzten Wasserflächen harmonisch einfügen auch in eine Lausitzer Wasserstoff-Strategie. Schließlich wird Strom nicht nur gebraucht, wenn die Sonne kräftig scheint. Aber eventuell lässt er sich dann als Wasserstoff für dunkle Zeiten speichern?

Solarkraftwerke auf dem Wasser sind kein allein seligmachendes Wundermittel. Vielleicht sind sie aber ein interessanter Baustein für das Stromnetz der Zukunft. Denn sicher ist, dass dieses Netz ganz anders aussehen muss, als das welches wir heute kennen.

Schwimmende Stromerzeuger Wie Bergbauseen zu Kraftwerken werden

Senftenberg