Anna und Georgiy Bagratuni, Sebastian Berlin, Nada Cizmar, Fabrizia Di Lorenzo, Dalia Elyakim, Christoph Herrlich, Klaus Jacob, Angelika Klösters, Dorit Krebs, Lukasz Urban und Peter Völker.

Kennen Sie einen dieser Namen? Nein? Sollten Sie aber. Es sind die Opfer des Terroranschlags auf den Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche vor drei Jahren. Der islamistische Attentäter Anis A. war am 19. Dezember 2016 mit einem entführten Lastwagen in die Buden gerast und hatte eine Spur des Terrors hinterlassen.

Drei Jahre nach dem Anschlag Die Trauer bleibt am Breitscheidplatz

Berlin

Anis A.? Diesen Namen kennt jeder. Ich muss ihn hier gar nicht ausschreiben. Will ich auch nicht. Denn viel zu oft sind es die Täter, die uns im Gedächtnis bleiben. Dabei wäre es viel wichtiger, sich an die Opfer zu erinnern, an den Schmerz ihrer Angehörigen, an die Trauer, die solch unfassbare Taten, in uns allen hinterlassen.

Menschen haben ein Bedürfnis nach Trauer. Das ist unsere Art mit unfassbaren Situationen umzugehen. Es ist menschlich. Ganz im Gegensatz zu den unmenschlichen Taten der verblendeten Attentäter, die irgendwelchen Ideologien oder Wahnvorstellungen hinterlaufen.

Die Trauer ist wichtig. Und deshalb sollten wir ihr auch den Raum geben. In Berlin ist das heute geschehen. Um 20.02 Uhr – dem Zeitpunkt des Anschlags – sollten die Glocken der Gedächtniskirche zwölf Mal schlagen.

Ein Symbol nur, aber ein Symbol das helfen kann, gemeinsam den Geist für das Wichtige zu schärfen: für die Menschlichkeit, für das Miteinander, gegen den Hass und gegen das Vergessen:

Anna und Georgiy Bagratuni, Sebastian Berlin, Nada Cizmar, Fabrizia Di Lorenzo, Dalia Elyakim, Christoph Herrlich, Klaus Jacob, Angelika Klösters, Dorit Krebs, Lukasz Urban und Peter Völker.