Der Gehweg muss ganz allein den Fußgängern vorbehalten bleiben. Ich bin selbst Radfahrerin und weiß um die eigene Bequemlichkeit. Gern gibt man dem kürzeren und weniger holprigen Weg den Vorzug. Aber der Fußweg ist heiliger Boden für die schwächsten Verkehrsteilnehmer: Kinder, Senioren mit Rollator, Mütter mit Kinderwagen oder Rollstuhlfahrer. Sie alle dürfen sich auf diesem schmalen Streifen sicher fühlen und keinesfalls schon beim Schritt vor das Geschäft oder vor die Haustür Gefahr laufen, umgefahren zu werden.

Aber genau das passiert, wenn sich Radfahrer zwischen Passanten hindurch über den Gehweg schlängeln und dabei natürlich nicht auf die Hauseingänge achten können. Erfahrungsgemäß bliebe der Zusammenstoß zweier Fußgänger – so er aufgrund der geringen Geschwindigkeiten nicht sowieso vermeidbar ist – folgenlos.

Entschuldigende Worte und ein Lächeln und die Sache ist aus der Welt. Doch mit steigender Geschwindigkeit erhöht sich die Kraft des Aufpralls. Kann der Fußgänger nicht zur Seite springen, ist der Zusammenstoß mit dem Radfahrer selten vermeidbar.

Stürze, Prellungen oder gebrochene Knochen sind die Folgen – für Radfahrer und Fußgänger. Dabei leben auch die Radfahrer auf dem Gehweg gefährlicher, weil sie von Autofahrern gar nicht gesehen werden können. Die Folgen sind dramatisch.

Ärgernis in Lübben Radler auf den Gehwegen

Lübben