Die Internationale Naturausstellung Lieberoser Heide (INA) hat es im zweiten Versuch in den Koalitionsvertrag der neuen Landesregierung geschafft. Das ist ein immens wichtiges, wenn auch etwas überfälliges Zeichen für eine strukturschwache Region, die nun mit einem ehrgeizigen Projekt loslegen kann.

Warum sich die Landesregierung in der Vergangenheit so unglaublich schwer damit getan hat, dieses Vorhaben anzuerkennen, bleibt auch aus heutiger Sicht unverständlich. Lag es an der Komplexität? Die INA zeichnet sich nämlich vor allem durch eines aus: Die großes Vielfalt, mit der ein ehemaliges Militärgebiet im Prozess seiner Rückeroberung durch die Natür für den Menschen, Einheimische wie Gäste, erleb- und erfahrbar gemacht wird. Das reicht vom einfachen Rad- und Wanderweg über den Aussichtsturm in die digitale Welt (Netzlösungen sind ein zentraler Arbeitspunkt) und von dort aus wiederum in Wissenschaft, Technik, Arbeitswelt, Kunst und Kreativität. Ziel kann es nur sein, die einzigartige Natur mit ihrer immensen Wüste, der Wolfsansiedlung und anderen faszinierenden Seiten als DAS Pfund zu nehmen, mit dem die entlegene Region zwischen Spreewald, Schwielochsee und Cottbus wuchern kann – und muss. Sie ist durch die langjährige Vorbereitungs- und Netzwerkarbeit bestens vorbereitet.

Nun stehen wirklich alle Ampeln auf grün, indem mit dem Haushaltstitel im Koalitionsvertrag auch die Fördermittel sicher fließen können. Umgekehrt kann das nur Ansporn und Motivation sein, die Planung umzusetzen, in hoher Qualität und Vielfalt. Das Ziel muss sein, dass die INA Gäste und Einheimische auch in zehn Jahren noch immer wieder neu begeistert.