Die Entscheidung des BASF-Führung, am Standort Schwarzheide eine Fabrik für wichtige Bauteile von Batteriezellen aufzubauen, ist viel mehr als eine erfreuliches Signal in Richtung Lausitz. Die Komponenten-Fabrik könnte ganz schnell zum Initialzünder werden.

Der Chemiekonzern, hat nämlich als ein wichtiger Zulieferer der Automobilindustrie in den vergangenen Monaten die Absatzprobleme der Branche direkt und schmerzhaft zu spüren bekommen. Für die BASF ist der großangelegte Einstieg auf das Feld Batteriezellen daher ein Schlüssel in die Zukunft. Da wollen die Ludwigshafener jetzt nichts mehr anbrennen lassen. Und dabei haben sie keinen Tunnelblick. Erst vor wenigen Tagen hatte BASF die Zusammenarbeit mit einem innovativen Hersteller von elektrischen Großspeichern Thüringen vermeldet.

In Schwarzheide sollen künftig Kathoden produziert werden. Eine Kathode aber, macht noch keine Batteriezelle. Die aber brauchen Autohersteller wie Tesla. Das Unternehmen will 500 000 Fahrzeuge pro Jahr in seiner neuen Fabrik in Grünheide bauen. Wo die Zellen herkommen, hat Tesla bisher nicht gesagt. Bekannt ist aber, dass Tesla inzwischen interessiert ist an der milliardenschweren EU-Batterieallianz. Die BASF-Entscheidung für Schwarzheide könnte daher der Grundstein auch für eine Zellenfabrik in Brandenburg sein - vielleicht sogar in Schwarzheide. Nicht nur Platz ist dort noch genug, sondern auch jede Menge Ökostrom ohne teure, neue Ferntrassen. jan.siegel@lr-online.de

Millionen-Investition in der Lausitz BASF baut Batteriefabrik in Schwarzheide

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