Bienen sind auf Höhenflug. Sie genießen ein sympathisches Image und sind derzeit so gut wie überall präsent. An den gelb-schwarzen Summern führt kaum noch ein Weg vorbei: Nicht in der Umweltpolitik, den Medien oder in Heim und Garten. Der Drang, der Umwelt etwas Gutes zu tun und sich einzubringen, hat den Bienen-Boom befördert und die Zahl der Hobby-Imker steigen lassen. Den Hype spürt auch der Landesimkerverband Berlin/Brandenburg. Imker-Vereine verzeichnen einen regen Zulauf, die Anzahl an Bienenstöcken wächst. Von der Arbeit rund um den Honig leben aber noch viel zu wenige Berufsimker. Das ist schade, denn so landen bestenfalls vereinzelt Honig-Gläschen aus Lausitzer Produktion in den Regalen großer Einkaufsmärkte. Dabei bevorzugen viele Kunden den Honig aus heimischen Bienenstöcken. Tatsächlich stammen aber nur rund 20 Prozent des verkauften Honigs aus Deutschland. Der Rest wird importiert, vor allem aus Mexiko, Argentinien und Rumänien. Den „Lausitzer Honig“ indes sucht man vielerorts noch vergeblich. Für so ein Gläschen ein paar Cent mehr zu zahlen, geht für mich in Ordnung. Denn in jedem Glas mit dem flüssigen Gold steckt verdammt viel Heimatliebe. Honig, der aus der Region kommt, ist zudem ganz besonders gesund und ausschließlich nach dem Honig-Reinheitsgebot produziert. Wer danach greift, unterstützt die heimischen Imker und deren Bienen. Denn ohne die Honigbienen wäre unser Speiseplan drastisch kleiner.