Endlich! Nach der Trennung von Claus-Dieter Wollitz kurz vor Weihnachten ist Energie Cottbus im sportlichen Bereich nun wieder handlungsfähig und kann sich ganz auf den Kampf um den Aufstieg konzentrieren. Mit dem neuen Sportlichen Leiter Sebastian König und dem neuen Cheftrainer Sebastian Abt hat der Verein sein künftiges Führungsduo benannt.

Beide sind nicht nur eine gute Wahl, sondern auch eine folgerichtige Entscheidung. Denn das neue Führungsduo kennt sich mit der Entwicklung junger Spieler beim FCE bestens aus. Und das ist auch gut so! Der eigene Nachwuchs wird künftig eine noch höhere Bedeutung bekommen als das jetzt schon der Fall ist. In Zeiten von knappen Kassen und immensen strukturellen Herausforderungen ist der Nachwuchs die Zukunft schlechthin von Energie Cottbus.

Gleichzeitig ist diese Personalentscheidung aber auch mit einem großen Risiko verbunden. Denn die Erfahrungen im Profibereich müssen die beiden Nachwuchsfachleute nun praktisch im Schnelldurchgang sammeln. Zeit zur Eingewöhnung gibt es für Sebastian König und Sebastian Abt nicht. Der Tabellenführer der Fußball-Regionalliga Nordost legt bereits am 1. Februar mit dem Auswärtsspiel bei Rot-Weiß Erfurt wieder los. Als Spitzenreiter ist der FCE in der Rückrunde der Gejagte. Im nächsten halben Jahr muss praktisch alles passen. Nur dann wird die Rückkehr in die 3. Liga gelingen.

Dass das zunächst von der Öffentlichkeit bejubelte Projekt mit einem jungen Trainer aus dem eigenen Nachwuchs auch schiefgehen kann, mussten zuletzt Dynamo Dresden und Cristian Fiel schmerzhaft erfahren. Kurz vor der Winterpause zog das Zweitliga-Schlusslicht die Notbremse und verpflichtete mit Markus Kauczinski einen erfahrenen Coach.

In jedem Fall wartet eine riesengroße Aufgabe auf Sebastian Abt und Sebastian König. Diese Aufgabe ist aber auch eine große Chance für das neue Führungsduo – und vor allem für Energie Cottbus.

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