Lübbenau hat am Himmelfahrtstag und auch an den kommenden Wochenenden eine Gratwanderung vor sich. Möglichst viele Gäste sind erwünscht und werden gebraucht, damit die touristischen Unternehmen wieder Einnahmen haben. Zugleich sollen steigende Infektionszahlen vermieden werden. Lässt sich das vereinbaren? Es erscheint richtig, es zunächst auf die eher sanfte Tour zu versuchen, ein freundliches Gesicht zu zeigen und die Gäste nicht mit massiver Streifen-Präsenz und flächendeckend plakatierten Verbotshinweisen zu belegen. Die Menschen wissen längst, worauf es ankommt. Und wer es bis heute nicht begriffen hat, der wird es auch Himmelfahrt in Lübbenau nicht lernen (wollen). Was nicht heißt, dass am Männertag nicht Achtsamkeit geboten ist. Gastronomen und Kahnfährleute auf der einen Seite, aber auch die Gäste auf der anderen Seite stehen hier gleichermaßen in der Verantwortung. Längerfristig, über den Himmelfahrtstag hinaus gedacht, bietet die Lübbenauer Stadtmarketing-Gruppe gute Lösungen, Besucherströme in der touristischen Hauptsaison mehr als bisher zu lenken. Nur kommt es jetzt auch darauf an, das zügig umzusetzen.