Ende gut, alles gut? Das ist eine berechtigte Frage. Zumindest für die PeWoBe-Mitarbeiter scheint sich das Blatt nach der langen Zeit der Unsicherheit durch die Insolvenz ihres Arbeitgebers zum Guten zu wenden. Durch die Übernahme in den Eigenbetrieb haben sie künftig mehr Geld in der Tasche sowie eine zusätzliche Altersvorsorge. Andere freie Träger bieten ihren Beschäftigten diesen Luxus nicht. Das hört sich nach Ungerechtigkeit an, ist aber längst gelebte Praxis. Erzieher in benachbarten Kommunen wie Kolkwitz, Neuhausen oder Burg werden in den kommunalen Einrichtungen schon heute nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes entlohnt. Vor allem Linke-Politiker fordern deshalb bereits seit langem eine Re-Kommunalisierung der Kinderbetreuung. Auf der Strecke bleiben würde dabei möglicherweise die Vielfalt der pädagogischen Ausrichtungen, wie sie Fröbel, Montessori & Co. heute bieten. Das ist nicht im Interesse der Eltern und nicht der richtige Weg. In der Pflicht sind freie Träger, aber auch Land und Stadt, die an der Refinanzierung maßgeblich beteiligt sind.