Die Millionen gehen in den Park und in Bad Muskau passiert „nüscht“, wird immer mal wieder ortsüblich formuliert. Wer das behauptet, der muss mit Blindheit geschlagen sein. Die Parkstadt ist mit der Stadt von vor 30 Jahren nicht mehr zu vergleichen.
Wenngleich es Ecken gibt, die mehr brauchen als nur eine Schönheitskur. Der Gehalm gehört definitiv dazu. Nun soll dort endlich was passieren. Ein Förderprogramm ist angezapft worden. Doch eine 60-prozentige Unterstützung ist für eine finanzarme Stadt kaum ausreichend. Bad Muskau macht schon Klimmzüge, um es irgendwie hinzukriegen.
Beim Millionenprojekt Parkhaus helfen für die Eigenmittel auch keine Klimmzüge mehr. Wo nichts ist, da ist nichts. Doch wo sollen die Touristen ihre Autos hinstellen, die Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) gern mit dem neuen Besucherzentrum Faltenbogen nach Bad Muskau locken will? Mit 20 Millionen Euro unterstützt das Land das Vorhaben im Park.

Parkhaus in Bad Muskau: Plan mit unklarem Ausgang

Da freut sich Bürgermeister Thomas Krahl (CDU) und doch kommt bei ihm Wehmut auf. Denn die Stadt hat die Steuern erhöht und noch ein bisschen gespart, um Hilfe aus Dresden zu bekommen. Der Ausgang ist derzeit offen.
Hoffentlich wird nicht gerade beim Projekt Parkhaus das wahr, was viele Bad Muskauer immer gern erzählen: Die Millionen gehen in den Park.