Nein, drei Minuten vor der Angst reagiert die Wirtschaftsförderung als Träger des Regionalsiegel-Projektes nicht erst. Auch sie hat versucht, Wege und vor allem Geld zu finden, um die gut etablierte Marke weiterleben zu lassen. Aber sie hat wohl etwas zu sehr gehofft, dass irgendwer schon den warmen Geldhahn aufdreht und alles an einem Pöstchen festgemacht. Überlegungen, andere Strukturen zu nutzen – davon war jedenfalls nichts zu hören.

Es ist gut, dass die 36 Siegelträger jetzt geballt auftreten. Das macht glaubwürdig, dass das Netzwerk wirklich erste Früchte trägt. Und das sich dabei manche die Augen reiben und fragen, ob das in der Wirtschaftsförderung oder im Kreis nicht jemand mit stemmen kann, darf nicht verwundern. Immerhin gibt es bei der Wirtschaftsförderung schon eine Frau, die sich mit Direktvermarktung bestens auskennt, hat der Landkreis eine Stabsstelle Kreisentwicklung und eine Fachfrau fürs Marketing.

Wäre noch pro agro, der Vermarkter des ländlichen Raumes und der Direkterzeugung. Der Verband muss doch wissen, wie eine gut eingeführte Marke weiterqualifiziert werden kann. Am Ende bleibt nur eine Feststellung: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

Thema im Elbe-Elster-Kreistag Alle wollen das Regionalsiegel

Bad Liebenwerda