Sieben Jahre ist es her, dass im Spreewald mitten im Sommer Wiesen überflutet waren. Sieben Jahre, in denen sich nichts verändert hat. Monatelang konnte im Sommer 2013 das Wasser nicht abfließen. Zum Glück waren kaum Wohnhäuser von den Überschwemmungen betroffen, wohl auch, weil die Spree deutlich weniger Wasser mitbrachte als per Definition für ein kleines oder mittleres Hochwasser nötig sind. Das bedeutet aber auch, mit jedem Jahr, das verstreicht, steigt die Gefahr eines neuen Hochwassers. Auf detaillierten Karten, die das Land erstellen ließ, kann nun jeder sehen, wohin bei Hochwasser die Fluten steigen werden. Das ist hilfreich. Selbst die Liste mit über 100 Maßnahmen zur Eindämmung des Hochwassers, dem Schutz von Gebäuden und Gewerbeobjekten oder der Ertüchtigung vorhandener Schöpfwerke ist gut und richtig.
Ernüchternd ist die Erkenntnis, dass sich in den nächsten Jahren im Spreewald nichts ändern wird. Priorität hat der Hochwasserschutz an anderen Flüssen in Brandenburg, gesteht das Landesamt für Umwelt ein. Für die Spreewälder in Alt Zauche, Horst und Byhleguhre bleibt nur die Hoffnung, dass sich das nächste Hochwasser mehr Zeit lässt und sich nicht an statistische Berechnungen hält.
Hochwasserschutz im Spreewald Alt Zauche opfern, um Lübben zu retten?

Alt Zauche / Byhleguhre