So enorm wichtig waren die Fans von Energie Cottbus schon lange nicht mehr. Mit dem Topspiel gegen Lok Leipzig und eine Woche später gegen Viktoria Berlin stehen beim Start in die zweite Saisonhälfte der Fußball-Regionalliga Nordost für den FCE gleich zwei Heimpartien auf dem Programm.

Im Prinzip sind es ideale Startvoraussetzungen für den neuen Cheftrainer Sebastian Abt, der als Nachfolger von Claus-Dieter Wollitz aufgrund seiner langjährigen Vereinszugehörigkeit großen Rückhalt bei den Anhängern genießt.

Das neue Jahr ist für Energie Cottbus jedoch nicht nur sportlich ein Neustart. Auch Matthias Auth wird an diesem Samstag erstmals als Präsident bei einem Pflichtspiel auf der Tribüne im Stadion der Freundschaft sitzen – mit großen Erwartungen, aber auch mit einer großen Verantwortung angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Um sich entsprechend der „Vision 2022“ dauerhaft im Profi-Fußball zu etablieren, müssen neue Sponsoren her.

Ein Dreier zum Auftakt gegen Lok Leipzig – noch dazu vor einer möglicherweise fünfstelligen Kulisse – würde die Euphorie in der Lausitz beim Kampf um die Meisterschaft und die Rückkehr in die 3. Liga befeuern. Bis jetzt hat der FCE knapp 7000 Karten verkauft.

Ein Selbstläufer wird all das freilich nicht. Denn die Mannschaft muss nun erst einmal zeigen, dass sie die am Ende des alten Jahres gewachsene Stabilität mit nach 2020 genommen hat.

Der zwölfte Mann auf den Rängen kann dabei eine wichtige Hilfe sein, um auf dem unter Wollitz eingeschlagenen Erfolgskurs zu bleiben. Das würde zweifellos auch Abt den Einstieg erleichtern.