Der demografische Wandel in der Lausitz führt zu teils dramatischen Problemen: Immer mehr ältere und damit potenziell kränkere Menschen brauchen medizinische Betreuung. Doch auch die Ärzte werden älter, der Nachwuchs ist nur schwer in die Region zu locken. Technische Hilfsmittel können helfen,die drohende Versorgungslücke zu schließen. Umfragen der BTU zeigen, dass die Menschen solchen Lösungen aufgeschlossen gegenüber stehen.

Alleine lassen sollte man sie mit den Diagnose- und Therapiegeräten fürs heimische Wohnzimmer nicht. Denn, und auch das belegen Forschungen: Der Arzt ist noch immer eine wichtige Vertrauensperson. Der menschliche Kontakt, die direkte Ansprache von Angesicht zu Angesicht ist auch über noch so gute digitale Hilfsmittel nicht zu ersetzen.

Deshalb sollte die Region sich der doppelten Herausforderung bewusst sein: Zum einen müssen alle Beteiligten sich dafür einsetzen, dass Forschung und Produktion von medizintechnischen Innovationen in der Region vorangetrieben werden. Zum anderen müssen das Carl-Thiem-Klinikum, die Universität und die Kommunen an einem Strang ziehen, ausreichend Nachwuchskräfte für den medizinischen Bereich in die Region zu locken. Mit guten Arbeitsbedingungen, angemessenen Gehältern und einem herzlichen Willkommen.

Dann hat die alternde Bevölkerung in den kommenden Jahren eine reelle Chance auf eine umfassende und hochwertige medizinische Versorgung. Ohne lange Wartezeiten, ohne unnötige Praxisbesuche, dafür mit ausreichend Zeit für Arzt-Patienen-Gespräche.

Senftenberg