Die Coronakrise fordert die Gesellschaft heraus. Sehr viele Menschen müssen trotz Ausgangsbeschränkungen jeden Tag zur Arbeit fahren. Wer im Betrieb produziert, wer jeden Tag in die Klinik fährt und zum Teil mit mangelhafter Schutzausrüstung lebenswichtige Arbeit leistet, wer mit Kolleginnen und Kollegen notgedrungen auf engem Raum auf dem Bau, in der Kita-Notbetreuung oder im Rettungseinsatz zu tun hat – der weiß um die Risiken. Und macht doch weiter.

Das eine ist, ihnen allen dankbar zu sein. Und das auch zu zeigen und zu sagen. Das andere muss nun dringend organisiert werden: Schutzbekleidung, Mundschutze, Desinfektionsmittel fehlen vielerorts. Hier müssen Bund, Länder, Kommunen und Unternehmen zusammenarbeiten. Neben professioneller Hilfe werden Freiwillige gebraucht.

Cottbus

Beispiele dafür gibt es auch in der Lausitz. BASF in Schwarzheide produziert ab sofort Desinfektionsmittel für Kliniken. Studierende und Ärzte, die schon im Ruhestand waren, helfen in regionalen Kliniken. Die Zahl der ehrenamtlichen Hilfsangebote wächst täglich. Mancherorts gibt es sogar mehr Helfer, die für Senioren einkaufen gehen wollen, als Nachfrage vorhanden ist.

Das macht nichts. Denn je länger die Krise andauert, um so mehr helfende Hände werden benötigt. Unser Mitgefühl wird noch mehr auf die Probe gestellt. Wir müssen uns dieser Herausforderung stellen. Und dürfen nicht verlernen, dankbar zu sein.

Oliver Haustein-Teßmer, Chefredakteur Lausitzer Rundschau Sebastian Schubert
Oliver Haustein-Teßmer, Chefredakteur Lausitzer Rundschau Sebastian Schubert
© Foto: Sebastian Schubert

Hintergründe zum Coronavirus in der Lausitz finden Sie in diesem Dossier.