Für einen normal denkenden Menschen ist es unvorstellbar, was im Kopf eines Tierquälers vorgeht. Das hoffe ich zumindest. Genauso wenig wie die Folgen, die es hätte, wenn solche kranken Köpfe ihre kranken Ideen an anderen Menschen auszuleben.
Ja, es nervt, wenn des Nachbars Stubentiger sich regelmäßig auf dem eigenen Grundstück geruchlich nachhaltig verewigt. Nachvollziehbarer wird der feige Angriff mit einer Waffe auch nicht, wenn der Streuner keinem Halter zugewiesen werden kann. Aber deshalb gleich schießen? Das tut den Vierbeinern genauso weh wie uns Zweibeinern. Und es zerstört in nicht wenigen Fällen ihr Leben. Die Tiere können nichts dafür.
Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Veterinärämter unterbesetzt sind. Wohl auch aus Kostengründen. So ging es bis zum März 2020 auch den Gesundheitsämtern und dem gesamtdeutschen Gesundheitssystem.
Bleibt die Frage: Warum brauchte es erst Corona-Tote, damit das Wort Systemrelevanz so brutal in den Fokus der Öffentlichkeit gerät? Frage zwei: Brauchen wir noch mehr Studien darüber, dass erwachsene Gewaltverbrecher in ihrer Kindheit dabei beobachtet wurden, wie sie Tiere quälten? Ich finde: Nein!
Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich einig: Das Vergehen an Tieren verlangt vermehrt Aufmerksamkeit. Aus gutem Grund. Dann macht’s halt auch.