Dieser Plan dürfte ganz nach dem Geschmack von Energie Cottbus und den Fußball-Fans in der Lausitz sein: Die 3. Liga wird von 20 auf 40 Clubs aufgestockt, spielt künftig in einer Nord- sowie einer Südstaffel – und der FCE steigt auf, ohne in der laufenden Saison noch ein einziges Spiel in der Regional­liga bestreiten zu müssen.

Das klingt aus Lausitzer Sicht zu schön, um wahr zu sein! Aber warum eigentlich nicht? Von einer Aufstockung der 3. Liga, wie sie seit dem Bericht des Fachmagazins „Kicker“ am Freitag erneut deutschlandweit diskutiert wird, würden auch die aktuellen Drittligisten profitieren. Wenn 20 statt 40 Clubs der dritthöchsten Spielklasse angehören, bedeutet das automatisch auch mehr Planungs­sicherheit. Das sportliche Niveau würde bei 40 statt 20 Teams zwar zwangsläufig sinken, aber damit auch die Abstiegsgefahr für die gestandenen Drittligisten. Dazu kommt: Mehr Derbys bedeuten auch mehr Attraktivität der 3. Liga.

Klar, all diese Argumente wurden auch in der Vergangenheit schon diskutiert und danach verworfen. Die Zweigleisigkeit der 3. Liga galt bisher als No-Go. Doch die Corona-Krise hat alles verändert. Neue Ansätze sind jetzt gefragt. Ein Teil der Drittliga-Clubs schließt Geisterspiele kategorisch aus. Ein anderer Teil will notfalls ohne Zuschauer spielen und fordert sportliche Entscheidungen mit Blick auf Auf- und Abstieg ein.

Im Falle einer Aufstockung wären viele Probleme gelöst. Davon würde nicht nur Energie Cottbus profitieren, sondern der gesamte deutsche Fußball.