Wer ehrenamtlich für seine Stadt oder seine Gemeinde kommunalpolitische Arbeit leistet, sich in Fachthemen einarbeitet, an mehrstündigen Sitzungen teilnimmt, Entscheidungen trifft und seine Kommune repräsentiert, soll dafür auch eine angemessene Entschädigung erhalten. Das ist nur recht und billig – und so sieht es auch ja auch die brandenburgische Kommunalverfassung vor. In Lauchhammer wird die angemessene Höhe der „Diäten“ für Stadtverordnete derzeit gerade neu diskutiert – dies allerdings geht nicht ohne Streit vonstatten.

Der zusammen mit einigen Stadtverordneten erarbeitete Vorschlag der Verwaltung wurde später in zwei Ausschüssen noch einmal umgestülpt. Das ist zwar legitim. Allerdings scheint es an der entsprechenden Kommunikation dafür zu hapern. Das ist schade und macht nun eine zweite Runde für die Debatte nötig.

Ohne Zweifel trägt jeder der gewählten Männer und Frauen, die ihre Aufgabe ernst nehmen und in dieses Ehrenamt sehr viel Zeit und Kraft investieren, eine große Verantwortung, die auch entlohnt werden muss. Der öffentliche Streit gerade über dieses Thema hätte aber lieber vermieden werden sollen, weil er einen faden Beigeschmack hat.

Lauchhammer