Die neue Gesamtschule des Landkreises Spree-Neiße in Kolkwitz steht in den Startlöchern. Vom Auftrag des Kreistages an die Verwaltung, sich um eine solche Bildungseinrichtung zu kümmern, bis zur Entscheidung, welches Architekturbüro den Zuschlag dafür erhält, sind nur ein paar Monate vergangen. Da wurde richtig Tempo gemacht, weil alle Akteure an einem Strang gezogen haben. Dass bei der feierlichen Preisverleihung an das Architekturbüro aus Berlin, das sich gegen ebenfalls sehr gute Mitbewerber durchsetzen konnte, die Euphorie nun nicht grenzenlos war, hat einen ganz einfachen Grund: die Finanzierung der Schule. Denn an einem Fakt hat sich seit der Kreistagsentscheidung im vergangenen Jahr leider nichts geändert. Es gibt keine Fördergelder für das Zukunftsprojekt, das eigentlich beispielgebender nicht sein könnte. Weil der Kreis deshalb einen Kredit aufnehmen muss und es um den eigenen Haushalt gegenwärtig auch nicht so gut bestellt ist, muss die Kommunalaufsicht die neuen Schulden genehmigen. Am Ende wird dies wohl auch mit Auflagen passieren. Denn es wäre das schlechteste Signal, gerade in der jetzigen Debatte über die Entwicklung der Region nach dem Abschied von der Braunkohle, wenn das Vorhaben auf den letzten Metern vor dem ersten Spatenstich noch scheitern sollte. Das darf nicht passieren.