Gute Informationspolitik ist ein Schlüssel zur Pandemie-Eindämmung. Das ist ein Fakt. Ob sich die sehr unterschiedliche Corona-Entwicklung in OSL und LDS zumindest teilweise auch darauf zurückführen lässt, dass in Dahme-Spreewald von Anfang an sehr engmaschig informiert wurde und in OSL nicht, müssen hingegen irgendwann einmal Experten auswerten. Dazu braucht es zweifellos mehr Daten, als jetzt zu diesem frühen Zeitpunkt zur Verfügung stehen.
Was derzeit aber zu konstatieren ist: In Dahme-Spreewald ist in allen Städten, Ämtern und Gemeinden nachvollziehbar, wie viele Menschen aktuell erkrankt, bisher insgesamt erkrankt, mittlerweile genesen oder gar verstorben sind. Über Ausbrüche in Einrichtungen wird zeitnah informiert. Die Zahl der freien Intensivbetten ist längst kein Geheimnis mehr.

Lübbenau/Lübben/Luckau

Dass diese knapp werden, viel aber auch an ausreichend Pflegekräften hängt, ist keine schöne Nachricht. Natürlich beunruhigt sie auch. Aber sie trägt mindestens genauso zum Verständnis für den Ernst der Lage bei.
Mehr noch: Wer so viele Informationen wie möglich zur Verfügung stellt, zeigt damit, dass er sein Gegenüber ernst nimmt. Verbunden damit ist ein Grundverständnis, nach dem Verwaltungsorganisationen dem Menschen dienen - und ihn nicht manipulieren oder gar beherrschen, indem sie zentrale Informationen verheimlichen unter dem Vorwand, keine Angst erzeugen zu wollen. Die ist mit einer Pandemie leider ohnehin verbunden. Zu wissen, wo ein möglicher Hotspot ist und sich entsprechend schützen zu können, gibt dem einzelnen hingegen die Möglichkeit einer Entscheidung - und damit ein Stück Sicherheit zurück.