Es gibt in unseren Städten und Gemeinden sicher viele Ecken und Missstände, über die man sich aufregen kann. Die sozialen Medien sind dafür eine allzu leichte Plattform. Dort zeigt sich: Gemeckert ist schnell. Lösungen aber brauchen Zeit und Geld. Und hin und wieder auch Eigeninitiative.

Die Anlieger vom Jähdeneck beweisen es. Der gut genutzte Spielplatz, ein zentraler Ort für Jung und Alt mit mehr als 100 Jahren Geschichte, entspricht nicht mehr der Zeit. Spielgeräte müssen, trotz guter Pflege auch durch Anwohner, aus Sicherheitsgründen abgebaut werden.

Statt zu meckern, kämpfen die Leute vom Jähdeneck um den Erhalt und eine Auffrischung des beliebten Spielplatzes. Mehr noch: Die Familien versichern, sie würden selbst Verantwortung übernehmen und für Ordnung sorgen. Sie suchen das Gespräch mit der Stadtverwaltung, arbeiten sich durch Formulare und stellen einen Förderantrag. Der Erfolg belohnt sie. Die Förderung ist bewilligt.

Das Projekt führt die Familien zudem enger zusammen. Sie feiern ein Straßenfest, planen für 2020 schon das nächste.

Und sie berichten von dieser Entwicklung auch in den sozialen Medien, wo sie viel positiven Zuspruch bekommen. Meckerer sollten sich daran ein Beispiel nehmen.

heike.lehmann@lr-online.de