Es hätte so schön sein können: Die einst in vier Vereinen organisierten Kegelsportler in Lauchhammer haben jetzt mehrere Jahre lang eine großartige Vision verfolgt: Im leerstehenden Gasthof „Krone“ in Lauchhammer-Mitte sollte mit der geplanten Acht-Bahnen-Kegelbahn ein Alleinstellungsmerkmal entstehen, wie es weit und breit in der Region kein zweites gibt. Um ein starkes Zentrum des Kegelsports bilden zu können, wurde die Fusion der vier Vereine der Stadt vorangetrieben. Heute behaupten sich die Kegelsportler aus Lauchhammer sogar in Brandenburgs höchster Klasse, der Verbandsliga.

Als der schöne Traum von einer Top-Trainings- und Wettkampfstätte vor wenigen Monaten an den strengen Förderrichtlinien zerplatzte, die das Projekt nicht erfüllen konnte, war die Enttäuschung groß. Das ist verständlich.

Gut ist, dass niemand zu lang in der Schmollecke gestanden hat. Stattdessen war Umdenken und Umlenken angesagt. Der Verein stattet nun relativ zügig seine Vier-Bahnen-Kegelanlage im Sportforum Ost technisch neu aus. Und die Stadt ist in der Pflicht, für ihre Immobilie nun auch den Sozialtrakt angemessen zu erweitern. Damit Lauchhammer als Kegel-Standort auch ohne Prestige-Objekt attraktiv bleibt.