Die Bürger wollen ihren alten Schulweg von Schollen nach Karche-Zaacko zurück. Noch in den 1960er Jahren, so erinnern sich viele, sind sie auf dieser kürzesten Verbindung nach Luckau geradelt. Doch den Weg in seiner ursprünglichen Form durch Feld und Flur gibt es nicht mehr. Heute müssen die Leute über stark befahrene Kreisstraßen. So ist der Wunsch nach Abhilfe verständlich. Und auch der Frust ist nachvollziehbar, dass das Vorhaben, das 2019 schon in trockenen Tüchern schien, „Opfermasse“ für andere Projekte im Haushalt wurde und auch 2020 dort keine feste Hausnummer hat.

Gut möglich, dass es aus Rathaussicht Drängenderes gibt. Die Verwaltung fährt harte Geschütze auf, indem erklärt wird, dass für die Reaktivierung des Schulweges etwa die Planung eines Kinderspielplatzes im Wohngebiet Eßfeld gestrichen werden müsste. Wer will schon Kindern etwas wegnehmen? Doch bei aller Emotionalität der Debatte sollte die Kirche im Dorf bleiben. Es geht - vorerst - um einen Trampelpfad für Radler und Fußgänger, nicht um einen Nobelbau. In einen nötigen Flächentausch ist viel Kraft investiert worden, vom Ortsbeirat, aber auch von Fachleuten aus der Verwaltung. Die Verhandlungen waren erfolgreich, was nicht selbstverständlich ist. 14 000 Euro sind nun nötig, um die Ergebnisse rechtlich abzusichern. Das sollte doch zu machen sein. Die Stadtverordneten waren sich darin komplett einig.