Seit drei Wochen ist legt die Corona-Krise die Wirtschaft lahm. Was das bedeutet, lässt sich langsam halbwegs verlässlich berechnen. Sachsen muss mit 2,5 Milliarden Euro rechnen, die das Virus und seine Folgen in den nächsten zwei Jahren kosten werden. Eine schwere Belastung für die öffentlichen Kassen - aber nicht nur für die.

Die CoviD-19-Pandemie ist eine Erschütterung für jeden einzelnen. Alle Lebensbereiche sind davon betroffen, hinter allem steht plötzlich ein Fragezeichen. Sie beschert uns ein Osterfest, bei dem ohne Besuche und Verwandte keine Feierlichkeit aufkommen kann. Nie zuvor musste eine Volkswirtschaft bewusst eingefroren werden, um Gefahren für Leib und Leben zu minimieren.

Die Lausitz trifft diese Erschütterung besonders hart. Die Region wurde von wirtschaftlichen Umbrüchen in der jüngeren Vergangenheit stark gebeutelt. Nun wird der gerade aufgekeimte Mittelstand von Einbußen wohl nicht verschont werden. Viele kleine Unternehmer, die neue Geschäftsfelder gefunden hatten, werden Rückschläge erleben. Rückkehrer, die in kreativen Nischen ihre Chance entdeckt haben, werden umsteuern müssen.

Aber neue Chancen kann es geben. Dass jetzt überall genäht und Desinfektionsmittel gemischt wird, zeigt nicht nur Solidarität in Zeiten unmittelbarer Gesundheitsgefährdung. Es zeigt auch, wo die Stärken der Lausitz liegen, wo alte Industriereste neu genutzt werden können. Nach Corona wird die Bedeutung der Weltfabrik China schwinden. Es wird mehr daheim produziert werden. Auch in der Lausitz.