Eine übersichtliche Zahl an Erkrankungen, wenige Todesfälle – und all das liegt auch schon Wochen zurück. Geblieben sind die Nase-­Mund-Masken. Und den Umgang damit kann man getrost als nachlässig bezeichnen. Corona hat in der Lausitz seinen Schrecken verloren.
Vor allem jetzt: Wer will schon in der schönsten Zeit des Jahres an Krankheit denken oder sich ausgerechnet in den Ferien einschränken?
Als wäre nichts gewesen, jetten einige in der Weltgeschichte umher, drängen sich an Stränden und überfüllten Bars. Auf ihre Urlaubsmitbringsel würden wir gern verzichten: steigende Fälle von Corona-Infektionen und Quarantäne.
Überraschend ist das leider nicht. Das Virus scheint für viele nur eine abstrakte Bedrohung zu sein. Sie kennen die Schreckensnachrichten aus dem Frühjahr. Aber das ist – gefühlt – lange her. Oder sie verfolgen die Infektionsentwicklung in den USA, Lateinamerika, Afrika. Das ist – nicht nur gefühlt – weit weg. Die wenigsten kennen jemanden, der betroffen ist. Bislang kam die Lausitz ja auch glimpflich davon.
So soll es auch bleiben. Also bitte: Wer jetzt verreist, muss sich und andere schützen. Abstand einhalten, Maske tragen, wo es vorgeschrieben ist, Hände regelmäßig waschen und desinfizieren. Dann gibt’s auch keine ungewollten Urlaubsmitbringsel.
bettina.friedenberg@lr-online.de