Von Jahr zu Jahr wird es deutlicher: Unser Wasser wird knapp. Es fehlt bei der Bewirtschaftung der Äcker. Es fehlt den Wiesen, die Heu für unsere Tiere liefern sollen. Es fehlt den Bäumen in unseren Wäldern und Parks, in den Innenstädten sowieso. Es fehlt den Seen und Talsperren, der Flussschifffahrt. Es fehlt beim Erhalt der Moore, es fehlt der Fischwirtschaft, den Gärtnern und es fehlt den Industriebetrieben der Region.
Wasser, das spüren wir heute mehr denn je, ist ein unverzichtbares Lebensmittel und eine knappe Ressource. Wir brauchen, ganz klar, wieder mehr Wasser in der Region.
Doch woher nehmen? Aus der Elbe? Wäre vielleicht eine Möglichkeit, doch auch dort herrscht in trockenen Monaten Niedrigwasser.
Aus der Neiße? Klappt nicht, da braucht der polnische Braunkohlentagebau jeden Tropfen. Die Oder? Vielleicht eine Möglichkeit. Doch alles, was wir für unsere Region abzweigen, wird anderswo fehlen und neue ökologische Probleme heraufbeschwören.
Es ist also zwingend notwendig, jeden weiteren Eingriff in den Wasserhaushalt der Lausitz einer fachlichen Tiefen- und Breitenprüfung zu unterziehen. Parallel dazu darf der Gedanke an den globalen Klimaschutz nicht dadurch verdrängt werden, dass bauliche Großprojekte mittelfristig eine Linderung der Wasserknappheit versprechen.
Je weiter die Erderwärmung voranschreitet, umso heißer und trockener werden unsere Sommer. An dieser zentralen Stellschraube müssen wir ansetzen. Sonst helfen unsere Reparaturmaßnahmen der Erde wenig.