Es ist unstrittig, dass man über die Stadtpolitik verschiedener Auffassung sein kann. Es steht darüber hinaus jedem Stadtrat die Möglichkeit offen, Sachverhalte kritisch zu hinterfragen. Das müssen die Verantwortlichen im Rathaus sich gefallen lassen. Davon ist auch das Jahnbad und dessen Sanierung nicht ausgenommen. Und die Stadtspitze hat in diesem Punkt sachlich geantwortet. Es ist aber eine andere Sache, die Art und Weise des Fragens zu bewerten, denn sachlich ist die Auseinandersetzung im Bauausschuss nicht gewesen.
Ja, es gibt Gründe, dem Soziokulturellem Zentrum Telux kritisch gegenüber zu stehen. Aber Behauptungen ohne Belege aufzustellen, sind nicht redlich. Ich bin mir auch nicht sicher, ob jeder Weißwasseraner die Aussage von AfD-Stadtrat Hermann Holdt teilt, niemand wolle „in den Tümpel“ springen. Die Besucherzahlen des Jahnbades der vergangenen Jahre legen einen deutlich anderen Schluss nahe. Auf die Frage von Timo Schutza, ob Hermann Holdt denn einmal von der Waldeisenbahn aus zum Jahnbad gelaufen sei und nicht auch einen dringenden Handlungsbedarf sieht, gibt es keine Antwort. Das ist vielleicht auch nicht die Frage. Vielmehr würde doch interessieren, was ist die Alternative zur Bad-Sanierung und Instandsetzung des Jahnparks? Da nennt die Alternative keine Alternative. Und im Übrigen wäre auch ein gänzlicher Abriss oder das Zuschütten des Teiches nicht umsonst.

Weißwasser