Der Ärger und die Verzweiflung von Grundstücksbesitzern in Sanierungsgebieten wie der Modellstadt-Kulisse in Cottbus sind verständlich. Denn beitragspflichtig sind die Eigentümer schnell in finanziellen Größenordnungen, die dem Wert eines Kleinwagens entsprechen. Und von der aufgemöbelten Stadt profitieren letztlich auch alle Bewohner und Eigentümer.

Aber auch die Stadt Cottbus ist in einer Zwangslage. Die Investitionen sind, selbst mit den Fördermillionen, nur schwer zu stemmen. Für die aufzubringenden Eigenanteile an der Finanzierung werden deshalb die Grundstücksbesitzer in den Sanierungsgebieten mit zur Kasse gebeten.

Trotzdem steht die Frage, ob die Beiträge noch gerecht und angemessen sind. Denn die Summen, die letztlich zu berappen sind, steigen schnell – die Werte der Grundstücke indes deutlich langsamer. Wie zuvor bei den nunmehr abgeschafften Straßenausbaubeiträgen in Brandenburg.