Eitam erklärte gestern auf einer Pressekonferenz, die Entscheidung zur Räumung des Gazastreifens werde Israel keinen Frieden und keine Sicherheit bringen. In der Nationalreligiösen Partei wurde unterdessen weiter über einen Verbleib in der Regierung von Ministerpräsident Ariel Scharon gestritten.
Die pro-iranische Hisbollah-Miliz hat gestern israelische Armeeposten im Grenzbereich zu Libanon angegriffen. Israelische Militärkreise bestätigten den Angriff im Bereich der umstrittenen Scheba-Farmen. Es gab zunächst keine Einzelheiten über Opfer oder Sachschäden.
Am Montagabend hatte die israelische Armee ein Camp der Palästinensischen Volksbefreiungsfront/Generalkommando 15 Kilometer südlich der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen. Mit dem Angriff reagierte die Armee auf den Beschuss eines Pa trouillenbootes der israelischen Marine mit einer Rakete. Im Bereich der Scheba-Farmen im Grenzdreieck zwischen Libanon, Syrien und Israel kommt es immer wieder zu gewaltsamen Zwischenfällen. Israel hatte seine Truppen im Mai 2000 nach 18-jähriger Besetzung aus der Sicherheitszone in Süd-Libanon abgezogen.
Deutschland und Israel wollen ihre militärische Zusammenarbeit intensivieren. Dies wurde bei dem zweitägigen Besuch von Bundesverteidigungsminister Peter Struck in Israel verabredet, der gestern zu Ende ging. Der deutsche Verteidigungsminister sprach sich vor Studenten an der Privat-Universität in Herzlia nördlich von Tel Aviv für langfristige und umfassende militärische und militärpolitische Beziehungen zwischen beiden Staaten aus. Israel und Deutschland hätten ein "elementares Interesse" an einer Stabilisierung des Nahen und Mittleren Ostens sowie speziell des Iraks. (dpa/kr)